Keine Performance-Persistenz bei erfahrenen Fondsmanagern
Andrew Clare von der City University London untersucht in einem Forschungspapier, ob Fondsmanager mit einem Track Record von mindestens zehn Jahren durch ihre Erfahrung eine Outperformance generieren können. Das Datensample des Papers „The performance of long-serving fund managers“ umfasst 357 US-Aktienfonds, die seit mindestens zehn Jahren vom selben Manager verwaltet werden. Im Mittel erzielten die Manager gegenüber der Benchmark eine jährliche Outperformance von 0,5 % nach Kosten, wobei eine relativ hohe Standardabweichung und der vorhandene Survivorship Bias die Signifikanz der Ergebnisse beeinträchtigen. Über die vergangenen Jahre hat sich die durchschnittliche relative Performance zudem verschlechtert. Hinzu kommt, dass sich keine Persistenz der Performance im Zeitverlauf nachweisen lässt.
Quelle: Clare (2016)
In einer Regressionsanalyse werden anschließend die Einflüsse von Fonds- und Managercharakteristika auf die Fondsperformance in Relation zur Benchmark untersucht. Wenig überraschend hat die Höhe der Gebühren einen negativen Einfluss auf die Performance. Gleiches gilt für die durchschnittliche Anzahl der gehaltenen Aktienpositionen im Portfolio, wie auch für die von der Gesellschaft verwalteten Assets und Produkte mit Value Bias. Umgekehrt ist der Einfluss der Fondsgröße ebenso wie ein Small Cap Bias positiv. Interessanterweise sind nahezu sämtliche Managercharakteristika insignifikant. Einziger statistisch (schwach) signifikant negativer Faktor ist das Geschlecht: Weibliche Fondsmanager weisen eine leicht niedrigere Performance auf.
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