Entwicklung der europäischen Versicherungen und Pensionseinrichtungen
Trotz des herausfordernden Umfeldes ist der europäische Versicherungssektor im ersten Halbjahr 2019 weiterhin gut kapitalisiert geblieben, zeigt der Financial Stability Report der EIOPA. Lediglich bei den Lebensversicherer zeigte sich eine leichte Verschlechterung, was sich angesichts des Zinsniveaus auch in der zweiten Jahreshälfte fortgesetzt haben dürfte. Auch die Pensionsfonds litten unter den niedrigen Zinsen. In Verbindung mit dem schwierigen Makro-Umfeld 2018 sanken die Coverage Ratios weiter. Die Rückversicherer hingegen profitierten von geringen Schadensfällen und einer soliden Aktienmarktperformance und konnten Profitabilität und Solvenz verbessern.
Risiken stellen weiterhin die Abkühlung der Konjunktur in der Eurozone und in Folge die weiterhin lockere Geldpolitik der EZB dar, zudem bergen eine kurzfristige Neueinschätzung von Risikoprämien, Handelsspannungen, staatliche Überschuldung und nicht zuletzt politische Entwicklungen weitere Risiken. Hinzu kommen Klima- und Cyber-Risiken.
Die Lebensversicherer haben 2018 eine Medianrendite von lediglich 0,31% erzielt, - in den Vorjahren waren es noch 1,95 resp. 2,83 %. Dies liegt vor allem an der schwachen Performance von Rentem und Aktien. Vor diesem Hintergrund steigt das Interesse der Assekuranzen nach alternativen Assets wie Private Equity und Infrastruktur.

Quelle: EIOPA
Europäische Pensionsfonds konnten 2018 ihre Assets um 1,5 % auf 3,85 Bill. Euro steigern. Bei der Asset-Allokation zeigt sich in den letzten Jahren eine leichte Ausweitung der Anleihenquote, während die Aktieninvestments sanken. Dabei bestehen allerdings sehr große Unterschiede über die verschiedenen Ländergrenzen hinweg: Während etwa in Irland und Finnland direkte Aktien einen erheblichen Teil der Assets ausmachen, sind in Deutschland und Luxemburg Fondsinvestments deutlich verbreiteter.

Quelle: EIOPA
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