22.05.2014 | Märkte

Energieinfrastruktur im Fokus institutioneller Anleger

Institutionelle Investoren bilden einen wesentlichen Faktor bei der Finanzierung von Energieinfrastruktur, schreibt PricewaterhouseCoopers in einer Marktstudie zu Merger & Aqcuisition-Aktivitäten in diesem Sektor. 2013 war jedoch ein leichter Rückgang der Transaktionen mit direkter institutioneller Beteiligung zu beobachten. Nach rund 50 Mrd. US-Dollar im Jahr 2012 stellten Pensionsfonds, Versicherungen, Staatsfonds und Infrastrukturfonds im vergangenen Jahr nur knapp 27 Mrd. US-Dollar bereit. An jeder dritten Transaktion war jedoch ein non-corporate Investor auf Käuferseite beteiligt. Dominiert wurde das Deal-Umfeld erwartungsgemäß jedoch von strategischen Käufern aus dem Energie- und Versorgersektor.


Quelle: PwC

Die Risikofreude der beteiligten institutionellen Investoren nimmt zu, berichtet PwC. Im Niedrigzinsumfeld der vergangenen Jahre suchten viele institutionelle Anleger planbare Erträge, die auf einer regulierten Netzinfrastruktur basieren. Zunehmend beobachtet PwC nun ein steigendes Interesse an riskanteren Projekten, etwa im Bereich Energieerzeugung. Auch im Bereich erneuerbarer Energien steigt die Zahl der Investmentopportunitäten, die institutionellem Anspruch hinsichtlich Laufzeit und Liquidität genügen, schreiben die Autoren. Abseits des Renewables-Sektors werden die verfügbaren Anlagen mit regulierten langfristigen Erträgen jedoch langsam knapp.


Quelle: PwC

Auch bei den Unternehmen steigt nach Angaben von PwC das Interesse an Co-Investments mit institutionellen Investoren. Strukturen, in denen ein Investment- Partner als Eigentümer und das Versorgungsunternehmen als Betreiber gemeinsam agieren, sind demzufolge immer häufiger zu beobachten. In Frankreich etwa kooperieren Versorger und Versicherungen bei Investitionen in Windparks.

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