22.05.2014 | Studie

Institutionelle Anleger diversifizieren häufiger in alternative Renditequellen

Institutionelle Investoren in Europa öffnen sich zunehmend für alternative Anlageklassen, stellt eine Umfrage von Mercer fest, die Mitte Mai erschienen ist. Sachwerte und alternative Anleihenmarktsegmente sind dabei am weitesten verbreitet. 41 % der befragten Pensionskassen und -pläne sind demnach in Sachwerte investiert, im Mittel mit sechs Prozent ihrer Anlagen. Jeder vierte Befragte ist darüber hinaus in alternativen Anleihenmärkten aktiv. Dabei dominieren Hochzins- und Schwellenländeranleihen, wo 15 % bzw. 18 % der Teilnehmer investiert haben. Nur 5 % setzen auf alternative Anleihenstrategien, dann aber mit mehr als 9 % ihrer durchschnittlichen Anleihenallokation.


Quelle: Mercer

Ebenfalls bauen Investoren immer häufiger Exposure im Private-Debt-Segment auf, das ihrer Ansicht nach eine der wenigen attraktiven Renditequellen im gegenwärtigen Umfeld darstellt. Opportunistische Strategien im flexiblen Multi-Asset-Bereich sind ebenfalls auf dem Vormarsch. Im Bereich Sachwerte ist jeder Dritte direkt in Immobilien investiert, im Mittel liegt die Quote bei 7 %. Deutsche Pensionen kommen auf einen Anteil von 9 %. Höhere Immobilienquoten haben nur Schweizer Pläne.


Quelle: Mercer

Der Blick in die Zukunftspläne der Altersversorger zeigt eine geplante Reduktion der Aktienquoten, sowohl für heimische als auch ausländische Märkte. Im Fokus stehen realer Kapitalerhalt und Liability Matching. Indexierte Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und LDI-Strategien liegen dabei an erster Stelle. Auch Alternatives gehören zu den Wachstumssegmenten. Insgesamt werden institutionelle Investoren in ihrer Kapitalanlage dynamischer und suchen breiter aufgestellte Renditequellen, schlussfolgert Mercer.

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