Elemente zur Bewertung von Transitionsplänen
Vor dem Hintergrund der europäischen Klimaziele und des Pariser Abkommens kommt den Transition Plans von Unternehmen eine zentrale Rolle zu. Sie sollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre Geschäftsmodelle schrittweise an eine nachhaltige Wirtschaft anzupassen und gleichzeitig Investoren eine fundierte Entscheidungsgrundlage bieten, wie ein Leitfaden der EU Platform on Sustainable Finance darlegt. Für die Bewertung solcher Übergangspläne zur Erreichung von Klimaneutralität werden vier Elemente identifiziert.
Einbettung der Transition Plans auf EU-Ebene

Quelle: EU Platform on Sustainable Finance
Erstens müssen die Pläne wissenschaftsbasierte und zeitlich konkretisierte Treibhausgas-Reduktionsziele enthalten, die sich am 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens orientieren.
Zweitens müssen konkrete Maßnahmen und Hebel zur Emissionsminderung aufgezeigt werden – etwa technologische Innovationen, Effizienzsteigerungen oder der Ausstieg aus fossilen Energien.
Drittens ist eine solide finanzielle Planung notwendig, die die Investitionen und Finanzierungen offenlegt, mit denen die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Dabei spielt die EU-Taxonomie eine wichtige Rolle, um die Umweltverträglichkeit von Investitionen zu bewerten.
Viertens müssen Governance-Strukturen vorhanden sein, die eine Umsetzung der Pläne sicherstellen – einschließlich Aufsicht durch Vorstand und Ausschüsse sowie einer transparenten Erfolgskontrolle.
Der Bericht stellt diese Inhalte in den Kontext des bestehenden EU-Rechtsrahmens. Dabei verweist er insbesondere auf die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), die – je nach Unternehmensgröße – entweder die Offenlegung oder auch die tatsächliche Umsetzung von Klimatransitionsplänen vorschreiben. Weitere relevante Vorschriften sind unter anderem das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) und die überarbeitete Industrieemissionsrichtlinie (IED). Die verschiedenen Regelwerke greifen ineinander und sollen Unternehmen dabei unterstützen, konsistente, prüfbare und wirksame Pläne zu entwickeln, ohne dabei unnötige Bürokratie zu erzeugen.
Klimaschutzmaßnahmen sollen nicht isoliert betrachtet, sondern in ein breiteres Nachhaltigkeitsverständnis eingebettet werden, halten die Autoren fest. So sollen auch Aspekte wie Biodiversität, Kreislaufwirtschaft oder der Schutz von Arbeitsplätzen berücksichtigt werden.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Klima und Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity, Sustainability Fixed Income und Sustainability Multi-Asset.
Insgesamt analysiert Absolut|ranking mehr als 16.000 aktive und passive Strategien von 2.000 Asset Managern, aufgeteilt auf 36 Assetklassen und Marktsegmente sowie mehr als 200 Universen. Individuelle Mandate und Spezialfonds können ebenfalls untersucht werden.