Eignung von CDS-Spreads als Frühindikatoren
Ein im Oktober veröffentlichter Research Report von Fitch Ratings untersucht die Eignung von Credit Default Swap Spreads als Indikatoren für Marktbewegungen. Für die Analyse wurde eine Stichprobe von 100 Unternehmen aus den fünf Sektoren Banken, Versicherungen, Monoliner, REITs und Wohnungsbau untersucht. Diese Sektoren erfuhren signifikante Spread-Ausweitungen während der Finanzkrise. Bei CDS tritt zudem die Besonderheit auf, dass die Höhe der Spreads neben der Krediteinschätzung des Underlyings auch von der Liquidität, dem Kontrahentenrisiko und der Risikoaversion des Marktes abhängt.
Laut Fitch ergeben sich bei der Analyse der CDS-Verläufe unterschiedliche Ergebnisse für die Zeit vor und während der Finanzkrise. Wie folgende Grafik zeigt, weiteten sich die Spreads für immobiliennahe Sektoren bereits 2007 aus.
Quelle: Fitch
Während die Ausweitung die verheerenden Auswirkungen auf die Monoliner korrekt vorhersah, blieben REITs und Wohnungsbauunternehmen von den Auswirkungen der Krise weitgehend verschont und die Spreads entwickelten sich schnell wieder zurück.
Quelle: Fitch
Spread-Ausweitungen können somit als Frühindikatoren dienen, seien jedoch keine verlässliche Quelle für die Fundamentalwerte der Underlyings.