Edhec analysiert fundamentalgewichtete Indizes
Die Studie der französischen EDHEC Business School mit dem Titel "A Comparison of Fundamentaly Weighted Indices" untersucht, ob in den USA aufgelegte fundamentalgewichtete Indizes - wie oft geäußert - besser performen als gewöhnliche kapitalgewichtete Indizes.
Die Autoren zeigen, dass bei Betrachtung lediglich der Renditen diese These durchaus Gültigkeit hat. So schneiden die fundamental gewichteten Indizes durchweg, wenn auch nicht immer signifikant, besser ab als der Vergleichsindex S&P 500. In einem Ein-Faktor-Modell, gegen den S&P 500 regressiert, liefern sämtliche dieser Indizes ein positives Alpha.
Ein anderes Bild ergibt sich, wenn zusätzliche Faktoren wie Small Cap-, Value- und Momentum-Risk mit einbezogen werden. In diesem Vier-Faktoren-Modell ergibt sich für das Alpha nur in drei Fällen eine signifikante Abweichung von Null.
Um zu testen ob die in den Modellen gewählten Risikofaktoren die optimale Wahl sind werden in der Studie zwei einfache Asset-Allokations-Strategien implementiert. Die erste investiert in den Markt und in Small Cap-, Value- und Momentum-Faktoren, die zweite ist eine einfache Strategie die nur in Sektor-Indizes investiert ist. Das Ergebnis zeigt, dass die beiden Portfolios, mit einer Ausnahme, ein höheres Sharpe-Ratio als die untersuchten Indizes haben. Im Schnitt ist dieses beim einfachen Allokations-Ansatz um 0,5 größer.
Die Autoren weisen aber auch darauf hin, dass die Indizes trotz einiger Schwächen gute Investitionen darstellen können, da sie Investoren eine liquide, systematische und relativ günstige Alternative in Value-basierte Anlageformen bieten.