23.08.2011 | Märkte

Dynamische Entwicklung der Geothermie

Eine im Juni veröffentlichte Branchenstudie der SMC Research untersucht den Entwicklungsstand und Perspektiven der Geothermie nach der EEG-Novelle 2011. Sowohl die oberflächennahe Geothermie (bis 200 Meter Bohrtiefe) als auch die Tiefengeothermie (500 bis 5.000 Meter) nutzen die Erdwärme zur Energiegewinnung. Während erstere zur Wärmeversorgung von Gebäuden eingesetzt wird, eignet sich die Tiefengeothermie aufgrund der höheren Temperaturen auch für die Stromproduktion. Bis Ende 2010 wurden in Deutschland 13 Tiefengeothermieanlagen in Betrieb genommen, davon nur 5 zur Stromproduktion. Durch eine deutlich verbesserte Förderung im Rahmen der EEG-Novelle 2011 soll deren Zahl nun erheblich gesteigert werden. Neben einer Aufstockung der Einspeisetarife soll die Förderung vor allem durch Zuschüsse die hohen Bohrkosten senken.


Quelle: SMC Research (2011)

Der Report geht davon aus, dass die Tiefengeothermie das Potenzial besitzt bis 2020 9 Prozent der Strommenge zu produzieren, die von erneuerbaren Energien im Jahr 2010 bereitgestellt wurde. Das Büro für Technikfolgeabschätzung des deutschen Bundestages sieht sogar ein technisches Potenzial, um langfristig rund 60 Prozent des hiesigen Stromverbrauchs aus geothermischen Anlagen zu decken.

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