Due Diligence von ETF-Investments
Der Siegeszug der ETF-Industrie war auch im vergangenen Jahr ungebrochen. Vor diesem Hintergrund hat sich BlackRock Ende Dezember in einer ausführlichen Analyse der Due Diligence von Index-Investments gewidmet. Die Wahl des richtigen Indexes ist dabei logischerweise von zentraler Bedeutung, da zwischen den Indexanbietern durchaus Unterschiede bestehen, beispielsweise hinsichtlich der Cap-Grenzen im Equity-Bereich oder der Klassifizierung von Staaten in Frontier-Märkte, Schwellen- und Industrieländer. Darüber hinaus berücksichtigen einige Indexprovider bestimmte Mindestwerte für Free Float oder Liquidität, die sich ebenfalls in Performance-Differenzen zwischen den Indizes für denselben Zielmarkt niederschlagen. Im Anleihenbereich gehen mit der Wahl des Indexanbieters zudem implizite Entscheidungen zu Duration, Fremdwährungsrisiken und Rating einher.
Quelle: BlackRock
Bei der Auswahl des richtigen Vehikels konkurrieren ETFs und Indexfonds. Die Vorteile von ETFs sind in erster Linie die börsentägliche Handelbarkeit und Transparenz, während Indexfonds höchstens einmal am Börsentag liquide sind und Anteile nur über die auflegende Gesellschaft bezogen werden können. Ebenfalls ist die Bandbreite an Produkten im ETF-Markt mittlerweile sehr viel größer als für Indexfonds. Auf der Kostenseite sind die Vorteile weniger eindeutig. Für längerfristige Aktieninvestments sind Indexfonds häufig die günstigere Lösung, während bei einer Haltedauer von unter zwölf Monaten ETFs meist einen preiswerteren Zugang bieten. Im Anleihenbereich sind die Kostenunterschiede weniger stark ausgeprägt.
Quelle: BlackRock
Darüber hinaus enthält der Analysebericht praxisnahe Leitfäden für die Index- und Vehikelauswahl sowie einen Fragenkatalog für die Manager-Selektion. Ebenfalls werden die Umsetzungen von Faktor- und Gewichtungsstrategien beispielhaft untersucht.