Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf deutsche Immobilien
Aviva Investors hat die Auswirkungen der demographischen Entwicklung in Deutschland auf die regionalen Immobilienmärkte untersucht. Studien gehen davon aus, dass sich bis 2025 der Anteil der Bevölkung im arbeitsfähigen Alter um rund sieben Prozent gegenüber heute reduzieren wird. Infolgedessen erwarten die Autoren, dass traditionelle Immobiliensegmente wie Büro, Familienhäuser und Einzelhandel einen Nachfragerückgang verzeichnen werden und sich stattdessen Opportunitäten in Healthcare, Seniorenheimen und Einrichtungen für betreutes Wohnen ergeben.
Quelle: Aviva Investors
Die regionale Analyse der demographischen Entwicklungen zeigt ein heterogenes Bild, wie obige Abbildung für die Verteilung der 429 deutschen Regionen veranschaulicht. In Sachsen wird bis 2025 mit einem Rückgang der Gesamtbevölkerung um 9,6 % gerechnet. In Hamburg dagegen geht man von einem Anstieg um 7 % aus. Lediglich in Hamburg steigt demnach der Anteil der Bevölkerung im Arbeitsalter bis 2025 an, in allen übrigen Bundesländern wird ein Rückgang erwartet, in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen sogar um mehr als 18 %. Die Auswirkungen für Langfristinvestoren dürften bezogen auf Immobilien in Hamburg und Teile Bayerns am geringsten sein. Das größte Risiko aus der demographischen Entwicklung ergibt sich im vierten Quadranten der Abbildung, dem, mit Ausnahme der drei Stadtstaaten, über die Hälfte aller Regionen der Analyse angehört. Hier dürften Einzelhandelsimmobilien in der Nähe von Wohngebieten grundsätzlich bessere Renditeaussichten bieten als große Einkaufs- und Bürozentren, schlussfolgert die Untersuchung.
Die Studie kann über Aviva Investors bezogen werden.