Down-Beta als Indikator für Performance bei Marktverlusten
Yaron Levi von der University of Southern California und Ivo Welch von der UCLA haben in einem Researchpaper untersucht, ob das klassische Beta ein schlechteres Hedging-Maß für Aktienportfolios als das Down Beta darstellt. Insbesondere in sehr schwachen Marktphasen, so die Befürchtung, sind die ex-ante berechneten Marktbetas keine geeigneten Indikatoren für die Performance im Crash. Die Autoren zeigen, dass das klassische Marktbeta sowohl in steigenden als auch fallenden Marktphasen ein guter Präindikator für die Performance der Einzeltitel ist: Auch in Crashs konnten Low-Beta-Aktien eine Outperformance gegenüber High-Beta-Titeln erzielen. Zudem ist die Differenz zwischen der über das Marktbeta prognostizierten Rendite und der tatsächlich erzielten äußerst gering. 
Quelle: Levi, Welch, 2017
Tatsächlich ist es sogar so, dass das klassische Marktbeta auch ein besserer Schätzer für das zukünftige Down-Beta ist, als das Down-Beta in der Vergangenheit. Grund hierfür ist, dass das Delta, also die Differenz zwischen Up- und Down-Beta Mean-Reversion-Eigenschaften aufweist. Eine Aktie mit hohem Delta in der Vergangenheit wird entsprechend in der Zukunft tendenziell ein geringeres Delta haben. Solange keine Methode zur zuverlässigen Schätzung künftiger Deltas entwickelt wird, was die Autoren für sehr unwahrscheinlich halten, ist die Verwendung des klassischen Marktbetas sinnvoller als die des Down-Betas.
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