Diversifikation mit Inflationsanleihen aus Schwellenländern
Eine Research-Arbeit des Erasmus Research Institute of Management und von Robeco, das im Juni veröffentlicht wurde, beschäftigt sich mit Inflation-Linked Bonds aus Schwellenländern. Darin untersucht der Autor, Laurens Swinkels, ob sich das Hinzunehmen von Inflationsanleihen aus den Schwellenländern positiv auf das Risiko-Rendite-Profil eines Portfolios auswirken kann. Zunächst zeigt die Korrelationsanalyse zwischen Nominal- und Inflationsanleihen durchweg positive Werte kleiner als eins im Intervall von 0,29 bis 0,69. Für Schwellenländer liegt die durchschnittliche paarweise Korrelation bei 0,49. Damit gehen erhebliche Diversifikationsmöglichkeiten für internationale Investoren einher.
Quelle: Swinkels (2011)
Bei der Gegenüberstellung zweier Portfolios zeigt sich, dass sich durch den Zusatz von Inflationsanleihen aus Schwellenländern das Portfoliorisiko von 2,5 % auf 1,7 % reduzieren lässt. Zugrunde gelegt war eine Monatsrendite von 0,7 %. Im optimalen Portfolio sind 81 % in Inflation-Linked Bonds investiert. Bei einer Monatsrendite von 1,3 % lässt sich das Portfoliorisiko immer noch um 0,3 % auf 5,2 % senken. Der Autor schließt daraus, dass sich für Investoren, die bereits in globalen Anleihe- und Aktienmärkten investiert sind, die Allokation in Inflationsanleihen lohnen kann. Betrachtungszeitraum der Analyse war Januar 2004 bis Januar 2011.