15.08.2011 | Research

Private Equity Investoren kein Risiko für die Finanzmärkte

Über die Performance von Private-Equity-Unternehmen wurde umfangreiche Literatur veröffentlicht. Diese bezieht sich meist auf Renditen, Einsatz von Fremdkapital oder Auswirkungen auf die Beschäftigung. Eine Mitte Februar veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) geht nun der Frage nach, inwieweit sich das Engagement von Private-Equity-Investoren und die Fremdfinanzierungsbedingungen auf die Ausfallwahrscheinlichkeit von Unternehmen auswirken.

Die beiden Autorinnen finden keinen Nachweis dafür, dass Private-Equity-Investoren durch exzessiven Fremdkapitaleinsatz die Ausfallwahrscheinlichkeiten von Unternehmen erhöhen. Auch für eine Steigerung der operativen Performance finden sich nur geringe Hinweise, mehr hingegen hinsichtlich der  Selektionsfähigkeiten der Investoren. Diese scheinen gezielt Unternehmen mit genügend finanziellem Spielraum auszuwählen, der danach verengt wird. Dieser Prozess erhöht allerdings nicht die Ausfallwahrscheinlichkeiten.
Zudem scheint es Unterschiede zwischen Investoren, die im Syndikat agieren und Einzelinvestoren zu geben. Die Autorinnen wollen daher in näherer Zukunft den Einfluss bestimmter Investorengruppen auf die Performance genauer untersuchen.


Quelle: Borell, Tykvová (2011)

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