Deutscher Markt für Spezialfonds wächst
Die Ratingagentur Telos hat ihre jährlich erscheinende Studie zur Entwicklung des deutschen Spezialfondsmarktes für 2016 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das durchschnittliche Spezialfondsvolumen von 2,2 auf 2,25 Mrd. Euro je Befragtem angewachsen, während Anlagen in Publikumsfonds ihrem Trend weiter folgend um 2 % zurückgegangen sind.
Das Anlagevolumen der Studienteilnehmer besteht zu 48 % aus Staatsanleihen, was einem Zuwachs von 3 Prozentpunkten zum Vorjahr entspricht. Hierzu zählen allerdings weniger deutsche Staatsanleihen, als Anleihen der südeuropäischen Länder, die wegen ihrer derzeitigen wirtschaftlichen Erholung profitieren. Für 79 % der Befragten werden Staatsanleihen auch in ihren zukünftigen Investments eine präferierte Asset-Klasse bleiben. Aus Gründen der Diversifikation verbleibt auch der Anteil an Unternehmensanleihen mit 26 % auf einem relativ hohen Niveau, 88 % der Befragten wollen diese auch zukünftig berücksichtigen. Der Anteil an Aktien liegt mit 9 % leicht unter dem letztjährigen Wert. 83 % der Investoren wollen Aktien aber in den kommenden 2 Jahren berücksichtigen, was einem Zuwachs von 9 Prozentpunkten entspricht. Diese Entwicklung kann unter anderem auf die Renditechancen zurückgeführt werden. 
Quelle: Telos
Die Autoren sprechen von einem Paradigmenwechsel in der Anlagepolitik, der durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld ausgelöst wurde. Aufgrund der anspruchsvollen Marktentwicklung sinkt die Anzahl der passiven Manager zugunsten der aktiven Manager weiterhin ab. So stieg der Anteil aktiv gemanagter Rentenmandate von 86 % auf 90 % an. Bei Aktien beläuft sich der Anteil des aktiven Managements auf vergleichsweise hohe 80 %. Für die fokussierten Assetklassen der Aktien (83%), Unternehmensanleihen (88%) und Staatsanleihen (79%) zieht die eindeutige Mehrheit der Befragten ein aktives Management vor.
2016 planen 52 % der Befragten die Auflage neuer Spezialfonds. Zu dieser Gruppe zählen insbesondere Versicherer und Sozialversicherer. Zu der Gruppe, die eine Neuauflage eher weniger planen (48 %) zählen vor allem Banken. Pensionskassen und kirchliche Einrichtungen sind in beide Gruppen gleichermaßen aufgeteilt. 
Quelle: Telos
Die Autoren untersuchten ebenfalls die Relevanz des Themas Nachhaltigkeit. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der Investoren von 35 % auf 48 %, die Nachhaltigkeit als wichtig bis sehr wichtig erachten. Lediglich 4 % bewerten das Thema als unwichtig.
Für die Erhebung des Status Quo, der Zufriedenheit mit den Asset Managern sowie den derzeitigen Planungen und Präferenzen bezgl. Investitionen wurden 80 institutionelle Investoren befragt.
Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern mit der monatlichen Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.