Deutsche Bank analysiert Markt für Gewerbeimmobiliendarlehen
Die Deutsche Bank hat Ende April eine Research-Publikation zum globalen Markt für Gewerbeimmobiliendarlehen veröffentlicht. Demnach habe es, ähnlich wie bei Wohnimmobilien, eine erhebliche Fremdfinanzierungsquote bei Gewerbeimmobilien gegeben. Gleichzeitig sorgte die Wirtschaftskrise für steigende Leerstandsquoten und sinkende Mieten. Dies führe zu steigenden Ausfällen bei Commercial Mortgage-Backed Securities (CMBS) sowie zu Refinanzierungsschwierigkeiten in der Branche.
Quelle: Deutsche Bank Research
So stiegen die Ausfallraten von Gewerbeimmobiliendarlehen in den USA von 1% auf 9%, die von CMBS von 1% auf 7%. Der hohe Verschuldungsgrad und eine atomistische Investorenstruktur erschwere zudem die Refinanzierung von CMBS. Allerdings sei der Gewerbeimmobilienmarkt deutlich kleiner als der Wohnimmobilienmarkt und die Qualität der Assets deutlich höher, wodurch die gesamtwirtschaftlichen Risiken geringer ausfielen. Signifikante Auswirkungen auf die Volkswirtschaft sehen die Autoren in Spanien und Irland, sowie mit etwas Abstand in den USA und Großbritannien. In Deutschland sei der hohe Beleihungsauslauf bedenklich. Das kritische Refinanzierungsfenster liege in Europa zwischen 2011 und 2013.
Quelle: Deutsche Bank Research
Lösungen für die Problematik sieht die Deutsche Bank vor allem in einer Erhöhung der Eigenkapitalquote im Immobiliensektor und in der Stimulation des Verbriefungsmarktes. Hier sei viel Vertrauen wiederherzustellen. Über Pfandbriefe könnte ein Teil des Refinanzierungsvolumens kanalisiert werden. Zusätzlich stellen Verhandlungen über Fristenverlängerungen zwischen Gläubigern und Schuldnern eine Möglichkeit dar.
Quelle: Deutsche Bank Research