AVCO zum österreichischen Private-Equity-Markt 2009
Der österreichische Private-Equity-Markt zeigte sich trotz der Auswirkungen der Finanzkrise 2009 sehr aktiv. Dies berichtet die Austrian Private Equity and Venture Capital Association (AVCO) in ihrem Jahresbericht. Demnach betrugen die Investitionen in 89 kleine und mittlere Unternehmen 133 Mio. Euro. Dies entspricht dem Niveau der Jahre 2000 bis 2006, nur 2007 und 2008 lagen die Investitionen mit 257 bzw. 216 Mio. Euro deutlich höher. Beim Fundraising wurde mit 287 Mio. Euro das zweitbeste Ergebnis seit der Datenerhebung 1995 erzielt, worin sich der anhaltende Bedarf von Investoren nach Private Equity spiegelt.
Quelle: AVCO
Wie obenstehende Grafik zeigt, stieg insbesondere der Anteil von Wachstums- und Ersatzfinanzierungen sowie von Venture Capital, während Buyouts deutlich zurückgingen. Die häufigste Zielbranche war Business & Industrial Product mit 21% Investitionsanteil, gefolgt von Chemicals & Materials mit 13,6% und Computer & Consumer Electronics mit 12,0%. Das Exit-Volumen ist im aktuellen Marktumfeld hingegen um 48% auf 59 Mio. Euro gesunken.
Quelle: AVCO
Die AVCO zeigt sich mit dem abgelaufenen Jahr grundsätzlich zufrieden, kritisiert jedoch auch aktuelle Entwicklungen. So sei der Anteil der Banken an der Finanzierung auf fast Null gesunken. 64% des Fundraising sind öffentliche Mittel. Grund hierfür seien die nicht wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen für Private Equity in Österreich, aufgrund derer wenig Investoren gewonnen werden könnten.