01.06.2010 | Studie

Deutsche Private-Equity-Branche zeigt sich optimistisch

Die Stimmung im deutschen Private-Equity-Markt ist derzeit von verhaltenem Optimismus geprägt und die Branche fokussiert sich nach der Finanzkrise auf den Mittelstand. Dies zeigt die im Frühjahr vom Beratungs- und Prüfungsunternehmen Rödl & Partner durchgeführte Studie "Die deutsche Beteiligungsbranche 2010 Trends, Schwerpunkte, Innenansichten". Für die Studie wurden über 300 in Deutschland tätige Beteiligungsgesellschaften befragt.
66% der Studienteilnehmer schätzen demnach die Entwicklung des Private-Equity-Marktes 2010 besser als 2009 ein, nur 8% schlechter. Investitionsschwerpunkt sind Unternehmen bis 100 Mio. Euro Umsatz. Die Volumina einzelner Transaktionen sind dabei deutlich gesunken, der Trend geht zu kleineren Beteiligungen an kleineren Unternehmen, als noch vor der Krise. Auch Minderheitsbeteiligungen gewinnen an Akzeptanz bei den Kapitalgebern.


Quelle: Rödl & Partner

Schwierigkeiten sahen die Befragten vor allem im Exit-Umfeld. 84% gehen von keinen oder ein bis zwei Exits in diesem Jahr aus. Als problematisch wird auch die geringe Nachfrage nach Venture-Finanzierungen gesehen. Hier sei es Aufgabe des Staates, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.


Quelle: Rödl & Partner

Bei der Frage nach den Investitionszielen wurden die Branchen, Cleantech, Medizintechnik und Biotechnik am häufigsten genannt. Die beliebtesten Bundesländer sind Bayern, NRW und Baden-Württemberg.


Quelle: Rödl & Partner

Interessierte Leser können die Studie direkt bei Rödl & Partner über Frau Regina Völker (regina.voelker@roedl.com) beziehen.

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