16.09.2009 | Research

Deutsche Bank analysiert Liquidität und Inflation

Eine umfangreiche Analyse zu den Themen Geldmenge, Liquidität und Inflation ist im August von der Deutschen Bank veröffentlicht worden. So führte ab 2003 die an den Kapitalmärkten reichlich vorhandene Liquidität zu einer gesteigerten Nachfrage nach risikobehafteten Anlagen, so dass sich die Preise der Anlagen nach oben und die Renditen nach unten bewegten. Als die Zahlungsausfallrisiken stiegen, während gleichzeitig nur noch geringe Renditen erzielt wurden, kam es zur Kreditkrise. Die nationalen Notenbanken reagierten mit drastischen Zinssenkungen, worin Kritiker bereits die Ursache für die nächste Krise sehen. So nehme die globale Geldmenge im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt überproportional zu.


Quelle: Deutsche Bank Research

Die Inflationsaussichten beurteilen die Autoren kurz- und mittelfristig gering, da geringe Kapazitäten und steigende Arbeitslosenquoten anhalten. Allerdings könne die Überschussliquidität neue Preisblasen begünstigen. Dementsprechend sei Inflation keine direkte Folge von Überschussliquidität, mit neuen Preisblasen müsse allerdings gerechnet werden.


Quelle: Deutsche Bank Research

Die Publikation erklärt ausführlich die globalen Zusammenhänge von Geldmenge, Liquidität, Wechselkursen und Nachfrage nach Anlagen und bietet damit Investoren Hilfestellung, die gegenwärtige Situation an den Kapitalmärkten zu bewerten.

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