Dekarbonisierung bei DAX-Unternehmen
Union Investment hat auf Grundlage von Daten der CDP-Initiative sowie durch Unternehmensangaben untersucht, wie die DAX-40-Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität vorankommen. Im Fokus standen drei Fragestellungen: Wann will die Firma klimaneutral sein? Zu welchem Anteil nutzt das Unternehmen aktuell bereits erneuerbare Energien? Und wird unternehmensintern mit einem CO2-Preis gerechnet – wenn ja: in welcher Höhe? 30 von 40 DAX-Firmen haben demnach ein Klimaneutralitätsziel mindestens für die Emissionen des eigenen Unternehmens veröffentlicht. Sieben Unternehmen sind nach eigenen Angaben bereits klimaneutral: Allianz, Deutsche Bank, Münchener Rück, Zalando, HelloFresh, Delivery Hero und BMW. Einige dieser Unternehmen wie zum Beispiel HelloFresh und Delivery Hero erreichen die Klimaneutralität allerdings nur über den erheblichen Einsatz von kompensierenden CO2-Zertifikaten. Jedes vierte Unternehmen im DAX hatte zum Zeitpunkt der Analyse noch kein Klimaneutralitätsziel.

Quelle: Union Investment
Knapp die Hälfte der DAX-Unternehmen nutzen interne CO2-Preise. Allerdings wenden nur vier Unternehmen (Puma, BASF, Adidas und Bayer) einen Preis an, der etwa so hoch oder höher ist als der aktuelle Handelspreis im EU-ETS. Bei fünf Unternehmen (Linde, Deutsche Börse, Deutsche Bank, Infineon und Henkel) lag der interne Preis zumindest 2020 unter dem – inzwischen geltenden – deutschen CO2-Preis von 30 Euro für fossile Brennstoffe.
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