28.07.2008 | Research

Dach-Hedgefonds mit 40 Fonds ist für institutionelle Anleger optimal

Untersuchungen über die optimale Diversifikation von Dach-Hedgefonds kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. L'habitant und Learned (2002) gehen davon aus, dass 5-10 Hedgefonds bereits zur optimalen Diversifikation ausreichen. Nach Amo, Harasty und Hillion (2007) nimmt der Diversifikationseffekt nach 6 Fonds bereits ab, Amin und Kat (2002) veranschlagen 15 Fonds für ein optimales Portfolio. In einer aktuellen Studie "How many fund managers does a fund-of-funds need?" kommt Kartrik Patel, Senior Associate bei Prisma Capital Partners, zu dem Ergebnis, dass 40 Hedgefonds optimal sind, um über Strategien und Manager zu diversifizieren.

Im Gegensatz zu vorherigen Untersuchungen setzt Patel andere Prioritäten. Untersucht wird die optimale Manageranzahl für Dach-Hedgefonds für institutionelle Anleger. Üblicherweise schwankt die Rendite eines Dachhedgefonds zwischen der Treasury Bill Rendite (TBR) und der TBR plus 5%. Daher wird als Benchmark die TBR plus 2,5% festgesetzt, die gemäß den Ansprüchen institutioneller Anleger nicht unterschritten werden soll. Als Anlageuniversum dient der Credit Suisse/Tremont Hedge Fund Index. Der Index wurde ausgewählt, da jedes Indexmitglied mindestens 50 Millionen US-Dollar Assets under Management und einen Track Record von mindestens einem Jahr vorweisen muss, was den Auswahlbedingungen institutioneller Anleger Rechnung trägt. Der Autor wählt nun zufällige Portfolios über verschiedene Selektionsmechanismen aus. Für unterschiedliche Managerzahlen werden im Zeitraum von 2002 bis 2006 naive und strategiediversifizierte Portfolios gebildet und hinsichtlich ihrer risikoadjustierten Renditen untersucht.

Im Ergebnis schneiden die strategiediversifizierten Portfolios stets besser als die naiven Portfolios ab, und haben gleichzeit eine niedrigere Volatilität.Je höher die Anzahl der Hedgefonds im Portfolio ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit die Benchmark zu schlagen. Allerdings sinkt mit steigender Anzahl der Hedgefonds gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit deutliche Überrenditen zu erzielen. Umgekehrt hat die Auswahl weniger Hedgefonds eine größere Wahrscheinlichkeit deutliche Überrenditen zu erzielen, aber eine geringere Wahrscheinlichkeit regelmäßig die Benchmark zu schlagen. Für im gesamten Zeitraum unveränderte Portfolios sind 40 Hedgefonds die optimale Größe, bei der mit hoher Wahrscheinlichkeit die Benchmark geschlagen wird und gleichzeitig eine hohe Wahrscheinlichkeit für Überrenditen besteht. Daher postuliert der Autor 40 strategiediversifizierte Hedgefonds als optimale Größe für einen Dach-Hedgefonds für institutionelle Anleger.

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