14.04.2009 | Studie

Credit Suisse sieht attraktive Einstiegsmöglichkeiten in europäischen Immobilien-Märkten

Die Credit Suisse beschreibt in einer Ende März erschienenen Studie die Entwicklungen und Potentiale der Immobilienmärkte weltweit. Trotz des derzeit schwierigen Marktumfelds sehen die Autoren attraktive Möglichkeiten für den Einstieg ins Immobiliensegment. Dazu hätten besonders die hohen Preisabschläge in der Vergangenheit beigetragen, sodass z. B. die Anfangsrenditen in Europa seit Mitte 2007 durchschnittlich um ca. 1% gestiegen sind. Dabei empfehlen die Autoren in qualitativ hochwertige Objekte in Core-Märkten zu investieren, da hier die schnellste Erholung erwartet wird und das Risiko überschaubar sei. Dabei wird das Transaktionsvolumen ein bedeutender Indikator für die Bodenbildung an den Märkten sein.

 

Eingehender beleuchtet wird darüber hinaus der Immobilienmarkt in Mittel- und Osteuropa. Da diese Märkte besonders stark unter der derzeitigen Wirtschaftskrise litten, erwarten die Autoren hier eine Underperformance gegenüber den etablierten Core-Märkten in Europa. Weiterhin sind sie durch einen hohen Grad an Illiquidität und Intransparenz gekennzeichnet, was Investoren von einem Engagement abhalten dürfte. Auch gegenüber anderen Schwellenländermärkten habe Osteuropa derzeit an Attraktivität eingebüßt. Beispielsweise seien in Lateinamerika die Preise für Immobilien trotz der weltweiten Krise noch leicht gestiegen. Besonders deutlich zeigt sich der Abschwung in Osteuropa in einem stark rückläufigen Direktinvestitionsvolumen, das auf Jahressicht um 40% auf 9,5 Mrd. Euro zurückging.

Bezüglich des US-amerikanischen Marktes sehen die Autoren negative Vorzeichen. So fiel der NAR-Frühindikator, der für die Entwicklung am US-Immobilienmarkt in den nächsten 2 - 3 Quartalen steht, im vierten Quartal 2008 stark. Auch die Preise für Immobilien fielen zu Beginn des Jahres erneut und erreichten mit einem Rückgang von 5,5% das Niveau des Jahres 2005.

 

Die aktuelle Aktienralley kommt auch Immobilienwerten zugute, so dass die Autoren einen Einstieg in erstklassige Unternehmen mit solidem Cash-Flow, tiefer Fremdverschuldung und hohem Wachstumspotential empfehlen.

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