Credit Suisse analysiert langfristiges Aktienpotential in 22 Märkten
Vor dem Hintergrund langsam wiederkehrender Risikofreudigkeit vieler Investoren und anhaltend niedrigem Zinsniveau in den Anleihemärkten untersucht Credit Suisse in einem Anfang Januar veröffentlichten Report die Marktentwicklung für 2013. So schreiben die Autoren, dass mit sinkendem Zinsniveau das Renditepotenzial in allen Asset-Klassen gesunken ist. Die realen Renditen sind in vielen Märkten im negativen Bereich. Auf solche Perioden folgen oft niedrige Aktienmarktrenditen, heißt es in dem Report. Credit Suisse schätzt, dass das reale Renditepotenzial der weltweiten Aktienmärkte um bis zu 3,5 % p.a. gesunken ist.
Quelle: Credit Suisse
Gleichzeitig sollten Investoren nicht auf ein allzu rasch steigendes reales Zinsniveau hoffen, gibt Credit Suisse zu bedenken. Den gesunkenen Zinsen stehen hohe Kursgewinne gegenüber, die sich im Falle steigender Zinsen umkehren würden. Auch hier betrachtet der Report nicht nur die Auswirkungen für Anleihen, sondern geht auch von negativen Folgen für die Aktienmarktperformance aus.
Quelle: Credit Suisse
Mit immanenter Inflationsgefahr sei allerdings nicht zu rechnen. Sollte sich die Konjunktur weltweit in 2013 nachhaltig verbessern, könnte dies aber ein steigendes Preisniveau auslösen. Dies ist jedoch nur dann schädlich, wenn sie die Unternehmen auf der Input-Seite trifft - bspw. bei Rohstoffen und Löhnen - und sie die Preissteigerungen im schwachen Konjunkturumfeld nicht über die Preise weitergeben können.