Credit Suisse analysiert Hedgefonds Performance 2008
In einem kürzlich veröffentlichten Report wirft Credit Suisse einen Blick auf die Performance von Hedgefonds im Jahr 2008. Dieses Jahr war mit einem Rückgang der Assets under Management um 580 Mrd. US-Dollar (-29%) und einem Verlust von 19% das schlechteste Jahr seit Entstehung der Branche. Der Report lässt weiterhin die wichtigsten Ereignisse noch einmal Revue passieren und analysiert den Einfluss des partiellen Leerverkaufsverbots, des Zusammenbruchs von Lehman Brothers und des Madoff-Skandals auf die Branche und einzelne Segmente.
Trotz der negativen Performance bleibt zu betonen, dass Hedgefonds im Aggregat wesentlich besser abgeschnitten haben als Aktien. So verloren der MSCI World und der S&P 500 42% bzw. 37%. Auch die monatlichen Draw-Downs fielen deutlich moderater aus als am Aktienmarkt.
Quelle: Credit Suisse
Managed Futures und Short-Seller konnten mit Renditen von 18% und 15% sogar attraktive Renditen generieren, die weit über jener von Anleihen (Barclays Global Aggregate Bond Index: +5%) lagen.
Der Zusammenbruch von Lehman Brothers, die 5% des globalen Prime Broker Geschäfts abwickelten, traf, dem Bericht zufolge, nur wenige Hedgefonds, da viele Fonds bereits in Erwartung eines Zusammenbruchs ihre Assets abgezogen hatten und auf andere Prime Broker verteilen konnten. Stärkeren Einfluss hatte allerdings der Betrugsskandal um Bernard Madoff. Der Zusammenbruch seiner Investmentgesellschaft wirkte sich besonders auf den Credit Susisse Equity Market Neutral Index negativ aus, wodurch der Sub-Index im vergangenen Jahr 40% an Wert verlor. Für die gesamte Industrie, so schätzen die Autoren, wird dies eine verstärkte Regulierung und erhöhte Offenlegungspflichten zur Folge haben.
Für die Zukunft erwartet Credit Suisse, dass die Branche durch Ausscheiden schlechter Manager gestärkt aus der Krise hervorgehen wird und in Zukunft mehr Alpha-Potential durch erfahrene Manager bietet.