15.06.2009 | Research

Convertible-Arbitrage-Strategie mit deutlicher Erholung

Die Hedgefondsstrategie Convertible Arbitrage stand während des Höhepunktes der Finanzkrise Ende 2008 am meisten unter Druck. Je nach Indexanbieter verlor der Subindex um 50% an Wert. Die Kursverluste an den Aktienmärkten gepaart mit einem rapiden Preisverfall bei strukturierten Anleihen, Leerverkaufsverboten und fehlendem Fremdkapital machte ein Umsetzen dieser Strategie zeitweise unmöglich. Nun scheinen die entsprechenden Fonds sich erholt zu haben, denn Convertible Arbitrage war die Top-Performer-Strategie im ersten Quartal 2009, wie Credit Suisse Tremont in einer Research-Publikation berichtet.
Von Januar bis März erzielte der Credit Suisse Tremont Hedge Fund Convertible Arbitrage Index eine Rendite von 7,7%, während der Gesamtindex nur 0,85% erzielen konnte. Im April konnte der Subindex weitere 4,52% verbuchen. Neben grundlegenden Informationen zur Strategie und zur Entwicklung während der Krisenmonate in 2008 enthält die Publikation eine Einschätzung zur Entwicklung von Convertible Arbitrage.


Quelle: Credit Suisse Tremont

Die Yield Level seien im ersten Quartal trotz der Entschuldung der Hedgefonds-Branche hoch gewesen. Gleichzeitig blieb auch die Volatilität an den Aktienmärkten hoch, ein Vorteil für Convertible Bonds, die über den Optionsbestandteil eine Long-Position in Volatilität halten. Auch würden wieder mehr Investoren in den Convertible-Markt gehen.


Quelle: Credit Suisse Tremont

So ist die Einschätzung insgesamt positiv, was insbesondere auf eine generelle Normalisierung der Kapitalmärkte zurückzuführen ist. Sollten die Aktienmärkte sich im Verlauf des Jahres 2009 allerdings nicht erholen, wird vermutet, dass Convertible Bonds weiterhin aus dem Geld liegen und einen Wertverlauf ähnlich Plain Vanilla Bonds einnehmen.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
zurück