12.06.2009 | Research

Aktive Immobilienstrategien in der Finanzkrise

Investments in Immobilien erfolgen i. d. R. über den Direktkauf von Immobilien oder Beteiligungen an Fonds und Immobiliengesellschaften. Renditen werden über Mieteinnahmen, seltener über Wertsteigerungen erzielt. Diese einkommensorientierte, passive als "Core" bezeichnete Strategie böte im aktuellen konjunkturellen Umfeld geringe Renditeaussichten. Eine aktive, sog. "Real-Estate-Opportunity-Strategie" könne zu deutlich besseren Ergebnissen führen, so eine Analyse des schweizer Research-Unternehmens Rising Star.

 

Aufgrund der weltweit schwachen Konjunktur sei die Lage an den Aktienmärkten, sowie bei Wohn- und Gewerbeimmobilien, angespannt. Gleichzeitig liege in den Konjunktur- und Krisenmaßnahmen der Regierungen ein erhöhtes Inflationsrisiko. So können zum einen Investoren ein Exposure in Real Assets wie Immobilien zur Diversifikation und zum Inflationsschutz nutzen, zum anderen sehen sie sich mit steigenden Leerstandsraten und sinkenden Mieteinnahmen konfrontiert. Bis auf Investments in einige Metropolregionen raten die Analysten daher von einer Core-Strategie ab.


Quelle: Rising Star

Sie empfehlen eine aktive Strategie, deren Fokus auf Wertsteigerungen liegt. Zum Einsatz kommen Projektfinanzierungen, Restrukturierungen und Optimierungen der Finanzstruktur von Immobilien. Für diese aktive Strategie postulieren die Autoren eine deutlich höhere Rendite bei einer geringen Erhöhung der Volatilität gegenüber eine Core-Strategie. Allerdings sei die Auswahl des Managements, vergleichbar mit Private Equity, von entscheidender Bedeutung.

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