Bundesregierung will Risikokapitalmarkt stärken
Die Bundesregierung will Deutschland als Standort für Kapitalbeteiligungsgesellschaften stärken und dafür vor allem die steuerlichen Regelungen für den Bereich Private Equity und Venture Capital verbessern. ?Die Bundesregierung wird sich das Thema in besonderer Weise widmen?, sagte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Joachim Würmeling, auf dem Deutschen Eigenkapitaltag des BVK. Die Regierung hatte bereits im Koalitionsvertrag angekündigt, das Gesetz über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften (UBG) zu einem Private-Equity-Gesetz fortzuschreiben.
?Deutschland soll als Standort für die Ansiedlung neuer Fonds deutlich an Attraktivität gewinnen?, sagte Wuermeling. Es sei "unabdingbar?, dass in Deutschland für alle Finanzierungsphasen steuertransparente Strukturen zulässig seien. Die Regierung wolle "insbesondere auch die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen auf den Prüfstand stellen" und zudem die öffentlichen Förderprogramme für Wagniskapitalgesellschaften weiter ausbauen, so der Staatssekretär. Er kündigte an, dass das Volumen des High-Tech-Gründerfonds aufgestockt wird. Eine Reihe von Projekten sei auch zur Förderung von Technologie-Gründungen im Umfeld der Hochschulen geplant. Nähere Angaben machte er jedoch nicht.
Der Staatssekretär räumte zugleich ein, dass der große zeitliche Vorsprung insbesondere der angelsächsischen Ländern noch lange nicht aufgeholt sei. Das zeige sich unter anderem auch darin, dass es keine großen deutschen Player gebe. ?Der Staat darf sich bei diesem Thema nicht aus der Verantwortung stehlen?, sagte Wuermeling. Denn die volkswirtschaftliche Bedeutung von Private Equity sei unumstritten positiv. Eine Abschottung des deutschen Marktes sei in Zeiten der Globalisierung das falsche Zeiten, sagte er mit Verweis auf die Heuschrecken-Debatte.