12.04.2006 | 

BVK fordert transparente Besteuerung von Private Equity

Um die Rahmenbedingungen für Venture Capital und Private Equity in Deutschland zu verbessern, hat der  Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) eine Initiative gestartet. Anlässlich des 8. Deutschen Eigenkapitaltages in Berlin legte der Verband ein Arbeitspapier vor, in dem die Schaffung "sinnvoller steuerlicher Strukturen" für Venture Capital- und Private Equity-Gesellschaften gefordert wird.

?Was wir jetzt brauchen sind Rahmenbedingungen steuerlicher und regulatorischer Art, damit Deutschland als Finanzstandort attraktiver wird?, sagte BVK-Vorstandsvorsitzender Thomas U.W. Pütter. Verbesserungen seien jetzt notwendig, um den Anschluss zu anderen Ländern nicht zu verpassen. Gelinge keine Verbesserung der Standortbedingungen, werde das Kapital sich in anderen Ländern ansiedeln, warnte Pütter. Er verwies auf eine aktuelle Umfrage des europäischen Kapitalbeteiligungsverbandes EVCA, nachdem Deutschland in punkto Rahmenbedingungen für Private Equity unter 21 Ländern an 18. Stelle liege.

"Sinnvollerweise sollten Venture-Capital- und Private-Equity-Fonds grundsätzlich transparent besteuert werden, das heißt die Besteuerung wird so vorgenommen, als ob der Fondszeichner unmittelbar in die Beteiligungsgesellschaft investierte", lautet einer der Hauptforderungen des BVK.

Der BVK verlangte auch eine Öffnung der Unternehmensbeteiligungsgesellschaften für alle Venture-Capital- und Private-Equity-Gesellschaften, indem die Regelungen grundsätzlich für in- und ausländische Gesellschaften aller Rechtsformen zugänglich seien. Allerdings solle es eine klare Abgrenzung zu Hedgefonds und Investmentfonds geben. Zudem forderte der Verband bessere steuerlicher Bedingungen für durch Venture Capital finanzierte Unternehmen, insbesondere zur Geltendmachung von Anlaufverlusten.

 

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