KKR-Europachef erwartet weiteres Wachstum
Der Private Equity-Markt wird immer umkämpfter. Nach Ansicht von Johannes Huth, Europachef von Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR), wird dieser zunehmende Wettbewerb und die Globalisierung zu einer steigenden Spezialisierung und Professionalisierung der Branche führen.
Einige PE-Anbieter wie beispielsweise KKR werden sich seiner Ansicht nach künftig durch Größe der Fonds von den Konkurrenten abheben, andere Gesellschaften werden sich dagegen eher auf Branchen spezialisieren, prognostizierte der Europachef der größten Private-Equity-Gesellschaft der Welt. Der wichtigste Trend aber sei: ?Unsere Branche konzentriert sich darauf, langfristig industrielle Werte zu schaffen?, sagte Huth. Die sehr positive Entwicklung der vergangenen Jahre zeige die ?zunehmende Reife? des Geschäfts und seiner Akteure.
?Unsere Industrie ist aber derzeit noch nicht so gut aufgestellt, wie sie eigentlich sein sollte?, sagte Huth anlässlich des Deutschen Eigenkapitalforums des BVK in Berlin. Das Wachstumspotenzial sei jedoch angesichts des attraktiven makroökonomischen Umfeldes in Deutschland nach wie vor sehr groß. ?Die Nachfrage nach neuen Fonds ist groß wie nie.? Auch die Liquidität sei weiterhin hoch. Vor allem strategische Käufer würden für eine weitere Belebung sorgen, sagte der Experte, der die deutschen Unternehmen als ?sehr gut positioniert? bezeichnete.
?Die Fonds werden ihr Geschäft in Deutschland weiter ausbauen?, sagte Huth. Seiner Einschätzung nach gehe der Trend zu immer größeren Fondsvolumen. Auch der durchschnittliche Wert der PE-Transaktionen sei deutlich gestiegen. Es gebe hier zu lande viele Investmentmöglichkeiten, vor allem aus dem Bereich Mittelstand. Übernahmen von Dax-Unternehmen hält er dagegen aktuell für wenig wahrscheinlich.
zurück