Büroimmobilien: Sekundärstandorte rücken in den Fokus
Im gewerblichen Immobilienmarkt wird das Segment Büro von institutionellen Investoren auch im Jahr 2018 bevorzugt. Rund 52 % der gewerblichen Immobilien-Investments wurden in Büroimmobilien umgesetzt – im Vorjahr waren es noch 43 %. Die hohe Nachfrage hat allerdings zu weiter sinkenden Nettoanfangsrenditen geführt. Zu diesem Ergebnis kommt bulwiengesa in einer Marktanalyse zum deutschen Büroimmobilienmarkt. Unter Druck geraten sind vor allem Immobilien in den A-Standorten, weshalb es sich lohnen kann, auf Sekundärstandorte auszuweichen. Während in den A-Standorten die IRR bei durchschnittlich 2,9 % liegt, kann im Sekundärmarkt eine IRR von über 5 % erzielt werden. Zu den Städten mit tendenziell hohen Nettoanfangsrenditen zählen zum Beispiel Stralsund, Chemnitz, Lüneburg und Göttingen.
Quelle: bulwiengesa
Die meisten Sekundärstandorte bieten eine höhere Ertragsstabilität, da die Mietvolatilität relativ gering ist. Hierdurch kann das Risiko von marktseitigen Mietkorrekturen minimiert werden. Setzt man potenzielle Rendite und das Ertragsrisiko in Relation zueinander, wird deutlich, dass vor allem Sekundärstädte, wie Bonn und Dortmund günstige Verhältnisse aufweisen. Hamburg, München und Berlin stehen dagegen am Ende der Skala. 
Quelle: bulwiengesa
Das gewerbliche Investmentvolumen ist um 5 % auf 61 Mrd. Euro angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Volumen, das in Sekundärstandorte geflossen ist, allerdings leicht zurückgegangen. Aufgrund der Rendite-Risiko-Eigenschaften rücken die Standorte aber zunehmend in den Fokus institutioneller Investoren. 2018 wurden insgesamt 23 Mrd. Euro investiert.
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