Branche bestätigt Interesse an Hedgefonds-Investments
Im Rahmen der "Alternative Investments Academy", einer im November stattgefundenen Veranstaltung der Vereinigung ausländischer Investmentgesellschaften in Österreich (VAIÖ), analysierten Dr. Christoph Wiesmayer, Vorstand der VAIÖ, Dr. Bernhard Füreder, SMN und Dr. Francois Duc, Professor in Genf und Leiter des Risk Advisory Desk für Alternative Investments der Genfer Privatbank UBP die aktuellen Marktentwicklungen.
Demnach mussten Hedgefonds, wie nahezu alle Anlageklassen, während der Finanzkrise Verluste hinnehmen, was jedoch in erster Linie auf ein Systemversagen und nicht auf ein Scheitern der Alternative Investments Strategien zurückzuführen sei. Auch hätten Hedgefonds nicht zur Krise beigetragen. Banken haben einen vielfach höheren Leverage als Hedgefonds. Österreichische Banken z. B. setzten im Eigenhandel bis Ende 2007 einen Leverage von 14 bis 17 ein, Hedgefonds dagegen nur von 2 bis 3, so Dr. Christoph Wiesmayer.
Dr. Bernhard Füreder von SMN führte an, dass Hedgefonds in der Vergangenheit überwiegend das Management von Marktrisiken übernommen hätten. Das Liquiditätsrisiko war praktisch nicht vorhanden. Das hatte sich während der Krisenmonate dramatisch geändert. Zudem habe das Leerverkaufsverbot die Verwerfungen an den Aktienmärkten und die Verluste bei Relative Value Strategien verstärkt. Nach Überwindung der systemischen Einbrüche blickt die Branche allerdings wieder zuversichtlich in die Zukunft.
"Obwohl wir im Oktober extreme Marktbewegungen und den Zusammenbruch von Teilmärkten beobachten mußten, gibt es auch aktuelle Umfragen unter institutionellen Investoren, die auf ein weiterhin hohes Interesse an Hedgefonds schliessen lassen", kommentierte Dr. Francois Duc. Zudem hätten einige Hedgefondsstrategien in den Krisenmonaten durchaus eine attraktive Performance erzielt, z .B. Managed Futures Fonds, eine der wenigen österreichischen Spezialitäten auf dem Alternative Investments Markt.