08.06.2017 | Märkte

Bedeutung demographischer Einflüsse für Real-Estate-Investments

Standard Life hat in einer im Februar 2017 veröffentlichten Marktanalyse die Auswirkungen einer schrumpfenden Bevölkerung auf das Segment der Büroimmobilien untersucht. Grund für die Analyse ist die weltweit stark rückläufige Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. In Europa wurde der Höchststand im Jahr 2011 erreicht, für die nächsten 20 Jahre muss mit einer Schrumpfung von 11 % gerechnet werden.


Quelle: Standard Life

Neben dem negativen wirtschaftlichen Effekt, wird sich auch die Nachfrage nach Büroimmobilien verändern, wenn eine deutlich kleinere Bevölkerungsgruppe arbeitsfähig ist. Abgeschätzt werden kann die langfristige Veränderung des Bedarfs an Büroimmobilien, mit einer Korrelation von 80 %, anhand der Entwicklung der erwerbsfähigen Bevölkerungsgruppe.


Quelle: Standard Life

Die Erträge waren von der Entwicklung der erwerbsfähigen Bevölkerungsgruppe bisher nicht abhängig, da sich ein entstehendes Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage aufgrund der Marktdynamiken wieder selbstständig ausgeglichen hat. Wie sich der Markt allerdings entwickelt, wenn die Anzahl der Erwerbsfähigen sich nicht nur langsam verringert, sondern deutlich zurückgeht, ist kaum vorhersehbar. Daher ist es notwendig, diese Aspekte nicht nur im Wohnsektor, sondern auch im Segment Büroimmobilien stärker zu berücksichtigen.

Core Assets in Top-Standorten sollten trotz steigender Preise auch weiterhin eine Outperformance erzielen. Risikoreichere Investoren können attraktive Opportunitäten in Regionen mit starkem Bevölkerungswachstum (z.B. Brasilien, Mexiko, Südafrika und Indien) finden, während robust wachsende Städte der Industriestaaten Anlagemöglichkeiten unter moderaten Risiken bieten (z.B. Atlanta, Charlotte und Dallas in den USA). Gleichzeitig wird sich der Bedarf an Altersheimen und betreutem Wohnen verdoppeln und verdreifachen.


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