05.06.2013 | Recht

BAI befürchtet Nachteile durch KAGB und AIFM

Der Bundestag hat Mitte Mai das neue Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) und das AIFM-Steueranpassungsgesetz verabschiedet. Aus Sicht der Bundesverbands Alternativer Investments (BAI) wird der Zugang zu alternativen Anlageklassen und Strategien durch die neuen Gesetze grundsätzlich zwar gefördert, jedoch warnt der Verband davor, dass Produktregulierung und Anlageverbote sowie steuerrechtliche und bilanzielle Restriktionen die positiven Elemente des Umsetzungsgesetzes überlagern könnten. Gerade vor dem Hintergrund eines anhaltenden Niedrigzinsumfeldes sind institutionelle Investoren mehr denn je auf der Suche nach alternativen Anlagestrategien. "Wir brauchen gerade auch in Deutschland innovative Anlagemöglichkeiten im Segment der Alternativen Investments. Hier hätten bei der Abstimmung der beiden Gesetzgebungsvorhaben deutlichere Impulse gesetzt werden können.", konstatiert BAI-Geschäftsführer Frank Dornseifer.

Unterdessen hat die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA Ende Mai den finalen Leitfaden zur AIFM-Richtlinie publiziert. Der Report widmet sich ausführlich den Kernpunkten der Direktive und beantwortet die Reaktionen des Konsultationspapiers, das die Behörde Mitte Dezember 2012 veröffentlicht hatte. Darüber hinaus werden die Kosten und Nutzen der Neuregelung analysiert. Demnach sind europaweit bis zu 29.000 Fonds von der Richtlinie betroffen.

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