30.07.2015 | Märkte

BaFin: Deutsche Versicherer erhöhen indirekte Kapitalanlagen über Investmentfonds

Deutsche Versicherungsunternehmen verwalten zum Jahresende 2014 ein Gesamtvolumen von 1.591,2 Mrd. Euro. Dies geht aus dem Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hervor, der im Mai veröffentlicht wurde. Die Asset-Allokation wird demnach unverändert von festverzinslichen Wertpapieren und Schuldscheindarlehen domniert. In der Zusammensetzung gab es jedoch leichter Verschiebungen. So stieg der Anteil der direkt gehaltenen börsennotierten Schuldverschreibungen um 12 %, während der Anteil der Anlagen bei Kreditinstituten, insbesondere Pfandbriefen, gegenüber dem Vorjahreswert weiter zurückging. Überdurchschnittlich gestiegen ist dagegen der Anteil der Kapitalanlagen, der indirekt über Investmentfonds gehalten wird. Mit einem Gesamtvolumen von 446,9 Mrd. Euro ergibt sich ein Anstieg zum Vorjahr von 10,8 %. Versicherer halten rund ein Viertel ihrer Kapitalanlagen in Investmentfonds. Dabei handelt es sich insbesondere um Anlagen in börsennotierte Papiere. Auch der Anteil der Immobilienanlagen stieg an, um 5 % auf 34,7 Mrd. Euro.


Quelle: BaFin

Die Zusammensetzung der Risikokapitalanlagen zeigt, dass Erstversicherer im Jahr 2014 ihre Quote leicht von 11,3 % auf 11,8 % erhöht haben. Krankenversicherer liegen bei 9,4 %, Schadens- und Unfallversicherer bei 15,7 %. Die Höchstgrenze der Anlageverordnung von 35 % wurde damit erneut deutlich unterschritten. Über Fonds gehaltene Aktienanlagen machen mit 3,9 % den Großteil des gebundenen Vermögens aus. BaFin gibt an, dass sich der Trend, Aktien vornehmlich über Fonds zu erwerben, fortsetzt.

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