Auswirkungen der US-Zinspolitik auf Schwellenländer
Unigestion hat in einer aktuellen Kurzanalyse die Auswirkungen einer Zinserhöhung der Federal Reserve Bank (Fed) auf die Emerging Markets analysiert. Laut Ankündigung der Fed sind Zinssteigerungen in den USA noch für dieses Jahr geplant. Historisch gesehen hatten Zinserhöhungsphasen in den USA initial immer einen negativen Einfluss auf die Finanzmärkte der Emerging Markets, da erhöhte Zinsen den Anreiz für risikoreichere Investments senken. Nach einem Jahr war der Einfluss bisheriger Erhöhungen allerdings wieder positiv, mit Ausnahme der letzten Zinserhöhung von 2013. Aufgrund der quantitativen Lockerungsmaßnahmen war der Einfluss hier auch nach einem Jahr noch negativ. Sektoral betrachtet, profitieren zyklische Bereiche wegen der, mit einer Zinserhöhung verbundenen, positiven Wachstumserwartungen. Financials, Telekommunikationsunternehmen und IT-Unternehmen werden hingegen negativ von steigenden Zinsen beeinflusst. 
Quelle: Unigestion
In den Emerging Markets werden vor allem Länder mit guten Fundamentalwerten und einem Bilanzüberschuss, wie beispielsweise Taiwan und Korea profitieren. Die Zinserhöhung wird sich ebenfalls positiv auf Länder mit einer großen Exportnachfrage in den USA auswirken. Mexico liegt in diesem Zusammenhang weit vorne, während das Exposure Chinas nicht mehr so stark auf die USA bezogen ist. Negativ werden sich die amerikanischen Zinsen wahrscheinlich auf Länder wie die Türkei, Südafrika und Brasilien auswirken, da sie aufgrund des Bilanzdefizits stärker von externer Finanzierung abhängig sind. Die Empfehlung der Autoren für Investitionen in die Emerging Markets lautet, einen fundamental-risikobasierten Ansatz bei der Auswahl der Investments zu wählen.
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