01.05.2013 | Studie

Attraktive Investments in Non-Performing Loans

Ernst & Young hat eine Jahresstudie zu notleidenden Krediten (Non-Performing Loans) veröffentlicht. Nachdem sich der etablierte US-Markt weiter erholt und die Gewinne fast auf Vorkrisenniveau liegen, wächst inzwischen auch in Europa das Marktvolumen stetig an. Der Report schätzt die ausstehende Forderungssumme auf über 900 Mrd. Euro bzw. rund 7,6 % des Loan-Portfolios europäischer Banken. In Hinblick auf Basel III ist der Bankensektor gezwungen, sein riskantes Loan-Exposure zu reduzieren. Für Investoren entstehen attaktive Opportunitäten, von der Marktentwicklung zu profitieren. Rund 75 % der Befragten erwarten ein ansteigendes Dealvolumen für dieses Jahr.

Quelle: Ernst & Young

Klassisch zählen Private-Equity-Fonds zu den Anlegern in solche Papiere, jedoch belegt die Studie ein steigendes Interesse von Sovereign Wealth Funds, Family Offices und REITs. Für Investoren ist dabei das europäische Marktsegment besonders interessant. Im Fokus stehen dabei gewerbliche Immobilienkredite (CRE). Stärker als in den USA sind europäische Banken die größten Finanzierer von CREs und daher besonders der Marktentwicklung ausgesetzt. Unter den neuen Regulierungsvorschriften könnte es daher zu attraktiven Verkäufen kommen.


Quelle: Ernst & Young

Die größten Möglichkeiten sehen die Befragten in Großbritannien und Irland. Deutschland und Spanien bieten ebenfalls gute Aussichten. Grundsätzlich blicken die Umfrageteilnehmer erstmals seit der Finanzkrise wieder zuversichtlich auf die sich bietenden Möglichkeiten auf beiden Seiten des Atlantiks. Insbesondere Europa stehe am Anfang einer großes Restruktierung des NPL-Segments, heißt es in der Studie.

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