Asset Management im Niedrigzinsumfeld
Das "Risikomanagement-Jahrbuch 2013" von Union Investment beschreibt Strategien im Niedrigzinsumfeld für institutionelle Investoren. Zudem werden wie jedes Jahr aktuelle Entwicklungen und Trend im Risikomanagement diskutiert, u.a. für Multi-Asset-Portfolios, bezüglich Kredit-Ratings und für Immobilieninvestments.
Es bieten sich demnach mehrere Möglichkeiten, dem aktuellen Niedrigzinsumfeld zu begegnen. Innerhalb der Rentenanlagen eignet sich beispielsweise eine sogenannte "Barbell-Strategie", bei dem an Beginn und Ende der Laufzeitenkurve die Portfolios konzentriert werden. Dabei wird das Portfolio aus zwei Untergruppen zusammengesetzt: Dem sicheren, AAA-Staatsanleihen und Covered Bonds umfassenden Portfolio, und dem Portfolio mit mehr Renditechancen, bestehend aus Unternehmensanleihen, High Yield, nachrangigen Peripherieanleihen und Emerging Markets Bonds.
Bei Aktieninvestments ist ein konzentriertes Portfolio vorzuziehen, bei dem Portfolio- und Risikomanagement eng miteinander verzahnt sind. Kombiniert werden kann eine risikoorientierte Fundamentalanalyse zudem mit flexiblen Wertsicherungskonzepten. Flexible Konzepte bieten gegenüber starren den Vorteil bei nur geringer Risikozunahme gleichzeitig deutlich mehr am Renditepotential der Aktienmärkte partizipieren zu können.
Zuletzt bieten sich Investments in Asset-Klassen wie Infrastruktur und nachhaltig gemanagte Immobilien an. Das Überkaufen in den Core-Märkten hat dafür gesorgt, dass Investoren zunehmend auf Core-Plus-Strategien ausweichen müssen, also B-Standorte in ihre Portfolios integrieren. Nachhaltiges Management sichert dabei die Kosteneffizienz und das langfristige Wertpotential von Objekten.
Nachhaltiges Immobilienmanagement
Quelle: Union Investment
Ein Trend ist zurzeit die intelligente Nutzung des Risikobudgets. Absolute Return, Risk Parity und dynamische Wertsicherung sind für diesen Zweck geeignete Konzepte. Im Zuge der Euro-Krise und der allgemein veränderten Einschätzung über die Qualität von Staatsschulden ist eine Neubewertung von Rating-Methoden und Anleihen-Benchmarks ebenfalls ein hochaktuelles Thema. Schließlich bilden Staatsanleihen immer noch den wichtigsten Block in der Asset Allocation institutioneller Investoren. Union Investment geht davon aus, dass im Jahr 2013 die Politik das größte Risiko bleiben wird, während man auch auf die Weiterentwicklung der regulatorischen Vorgaben gespannt sein darf.
Quelle: Union Investment