Aktive Manager in steigenden und fallenden Märkten
Drei Autoren der Pace Universität und des Touro College im Bundesstaat New York untersuchen in einem Forschungspapier, das Anfang Januar veröffentlicht wurde, Mittelzuflüsse von Aktienfonds in Abhängigkeit der Performance des Fondsmanagers in steigenden und fallenden Märkten. Unter der Annahme, dass ein Manager seine Benchmark schlagen kann, gehen Aron Gottesman, Matthew Morey und Menahem Rosenberg der Frage nach, ob dies, gemessen an Zuflüssen, in steigenden oder fallenden Märkten vorteilhafter ist. Ihre Ergebnisse zeigen, dass ein Fondsmanager, der seine Benchmark in sinkenden Märkten schlägt, deutlich geringere Netto-Zuflüsse realisiert als bei einer gleichen Outperformance in steigenden Märkten.
Quelle: Gottesman, Morey, Rosenberg (2013)
Umgekehrt muss ein Fonds, der hinter seiner Benchmark zurückbleibt, in sinkenden Märkten größere Abflüsse als in steigenden hinnehmen. Der Nutzen aktiven Fondsmanagements ist aus Sicht des Managers also in steigenden Märkten deutlich größer als in fallenden Märkten. Gleichzeitig sind die Kosten aktiven Managements in Form von Mittelabflüssen in sinkenden Märkten sehr viel höher. Für Fondsmanager besteht daher der Anreiz, in fallenden Märkten möglichst dicht an der Benchmark zu bleiben und eine Abweichung durch aktives Management nur in steigenden Märkten zu forcieren.