Anleihenstrategien bei niedrigen und steigenden Zinsen
Institutionelle Anleiheninvestoren legen immer häufiger abseits der traditionellen Investment-Grade-Segmente in Nischen wie High Yield, Loans oder Schwellenländer an. Die Diversifikation auf weitere Asset-Klassen reicht einer Analyse von Pioneer Investments zufolge jedoch nicht aus, um in allen Marktphasen ein stabiles Portfolio zu erreichen. Anstatt die Allokation anhand von Asset-Klassen auszurichten, sollten Investoren einen strategiebasierten Ansatz verfolgen, schreiben die Autoren. In Stressphasen am Aktienmarkt steigen die Korrelationen von Hochzins- und Schwellenländeranleihen sowie strukturierten Krediten, sodass der erhoffte Diversifikationseffekt ausbleibt.
Quelle: Pioneer
Stattdessen ist es sinnvoll, darüber hinaus unkorrelierte Anleihenstrategien unabhängig von bestimmten Anleihenklassen-Quoten zu verfolgen. Dazu zählen etwa Global-Macro- oder Long-Short-Strategien, die relative Preisunterschiede und -anpassungen ausnutzen. Dadurch kann eine Marktneutralität und eine Wertentwicklung erzielt werden, die nicht von der Richtung des Anleihen- oder Aktienmarkts abhängig ist. Nach Auffassung der Autoren liefert ein Core-Portfolio, das neben traditionellen Long-Only-Ansätzen im Investment Grade auch auf liquide alternative Strategien aufbaut, ein Rendite-Risiko-Profil, das insbesondere bei niedrigen oder steigenden Zinsen Drawdown-Risiken begrenzen und zu einer stabilen Wertentwicklung beitragen kann. 
Quelle: Pioneer
Alternative Anleihenstrategien sind seit einigen Jahren auch im regulierten UCITS-Mantel investierbar. Absolut Research analysiert die besten Asset Manager alternativer UCITS-Fonds jeden Monat in der Publikation Absolut|monitor - Alternative UCITS, darunter auch über 170 alternative Anleihenstrategien.