11.12.2014 | Studie

Deutscher Spezialfondsmarkt nach KAGB auf Wachstumskurs

Kommalpha hat im November in einer umfangreichen Studie die Entwicklung des deutschen Spezialfondsmarkts untersucht. Absolut Research hat die Studie als Medienpartner begleitet und geht in einem Beitrag auf die Selektion von Asset Managern für Spezialfondsmandate ein. Die Kommalpha-Studie zeigt, dass sowohl Anbieter als auch Investoren deutliche Kritik an der Umsetzung der Regulierung im KAGB üben. Mehr als die Hälfte der Investoren ist überzeugt, durch die Vorschriften in der Allokation eingeschränkt zu werden, höhere Kosten bzw. eine verminderte Rendite zu erzielen und Kapazitäten für die Umsetzung der Regularien zu benötigen, die dadurch im Portfoliomanagement fehlen. Dennoch belegt die Studie, dass der deutsche Spezialfondsmarkt nach den Anpassungen gestärkt in die Zukunft geht.


Quelle: Kommalpha

Seit 2012 ist der Anteil von Spezialfonds an den Assets under Management bei Master-KVGen von 50 auf 75 Prozent gestiegen, was den Trend zur Trennung von Anlageverwaltung und Fondsadministration unterstreicht. Das traditionelle und bewährte deutsche Vier-Augen-Prinzip im Fondsgeschäft wird durch die regulatorischen Themen AIFM-Richtlinie und UCITS V sogar auf Europa ausgedehnt.
Mehrheitlich nutzen Investoren Spezialfondsmandate derzeit im Wertpapierbereich (69 Prozent), weniger dagegen in den Segmenten Alternative Investments und Immobilien. Dennoch stellen die Alternatives bei Neuauflagen die relevanteste Anlageklasse dar, gefolgt von Aktien und Immobilien. Im Alternatives-Segment dominieren Private Equity und Infrastructure.


Quelle: Kommalpha

Aktuell beträgt das Volumen deutscher Spezialfonds 1,15 Billionen Euro und  macht so ca. 60 Prozent des deutschen Fondsmarktes aus. Seit 2012 fließen jährlich rund 200 Mrd. Euro frisches Kapital in den Markt, so dass Spezialfonds für institutionelle Anleger das beliebteste Investment-Vehikel darstellen. Obwohl Renten- und Mischfonds die größten Einzelsegmente sind, steigt in den letzten Jahren vor allem der Anteil der Immobilien- und Dachfonds. Zuflüsse der Investoren kommen vor allem aus der Gruppe der Altersvorsorgeeinrichtungen.

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