26.07.2018 | Studie

Anlagerendite deutscher Lebensversicherer

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen deutscher Lebensversicherer stieg 2017 verglichen zum Vorjahr leicht an und betrug 4,49 % - ein Plus von 0,13 Prozentpunkten. Der Anstieg ist jedoch hauptsächlich auf die verstärkte Auflösung von Bewertungsreserven zurückzuführen, wie der Branchenverbands GDV in seinem Jahresbericht schreibt. Betrachtet man lediglich die durchschnittliche Verzinsung im Portfolio, zeigt sich ein Wert von 3,52 %. Auch das insgesamt von Lebensversicherern verwaltete Vermögen wuchs 2017. Zum Jahresende erreichte es einen Wert von 905, 5 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 2,7 % entspricht.


Quelle: GDV

Die Bruttoneuanlage der Lebensversicherer betrug 172 Mrd. Euro. Davon stammten 86 % (149 Mrd. Euro) aus Rückflüssen wie Tilgungen, Verkäufen oder Einlösungen von Schuldverschreibungen. Das netto neu investierte Kapital lag damit bei rund 23 Mrd. Euro. Die Investitionstätigkeit erfolgte überwiegend in festverzinslichen Titeln. Rund zwei Drittel der Neuanlage entfiel auf den Privatsektor, insb. in Unternehmensanleihen, Bankanleihen und Immobilien. Ein Drittel floss in den Sektor Staat, wobei hier nicht nur Bundespapiere im Fokus standen, sondern auch staatsnahe Organisationen wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. Rund 75 Mrd. Euro flossen in Investmentanteile, wie bspw. Beteiligungen an Spezialfonds.


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