09.08.2018 | Studie

Alternativen für die Fixed-Income-Allokation

Mercer untersucht in einer Marktstudie benchmark-unabhängige Fixed-Income-Strategien. Vor dem Hintergrund niedriger Zinsen und historisch hoher Durationsrisiken, sind Investoren auf der Suche nach Alternativen für ihre indexnahe Fixed-Income-Allokation. Die Autoren betrachten dabei sechs verschiedene Optionen: Buy and Maintain Credit, Absolute Return, Unconstrained Bonds, Multi-Asset-Credit (MAC), Emerging Market Debt Total Return (EMD TR) und Verbriefungen.
Buy and Maintain beschreibt den Ansatz eines aktiv verwalteten Investment-Grade-Portfolios, wobei Titel länger im Portfolio bleiben, mit dem Ziel Credit-Risikoprämien zu vereinnahmen und Transaktionskosten zu reduzieren. So kann bspw. im Falle von Ratingveränderungen von Markteffekten profitiert werden. Ein weiterer Ansatz ist Absolute Return Fixed Income (ARFI). Hier steht das Alpha-Potenzial im Fokus. Durch Einsatz von Derivaten auf Long- und Short-Seite können geeignete Manager stabile Erträge in Unabhängigkeit des Marktbetas erzielen.


Quelle: Mercer

Unconstrained-Strategien ähneln den Absolute-Return-Konzepten, sind jedoch etwas weniger dynamisch und in der Regel weniger stark in Short-Positionen aktiv. Ihr strukturelles Marktexposure liegt zwischen ARFI-Ansätzen und indexnahen Strategien. Unter Multi-Asset-Credit-Strategien wird das sektor- und Wertpapier-übergreifende Exposure im Non-Investment-Grade-Bereich verstanden. Hier lassen sich höhere Risikoprämien vereinnahmen. Das Segment bietet darüber hinaus im Multi-Asset-Ansatz attraktive Diversifikationsmöglichkeiten. Mit benchmark-freien EMD-Strategien lassen sich ebenfalls diversifzierende Credit-und Interest-Rate-Prämien generieren. Einen weiteren Ansatz stellen Verbriefungen und strukturierte Wertpapiere dar. So bieten europäische ABS- und CLO-Papiere bspw. vergleichsweise hohe Qualität in den Sicherungspools.

Mercer schlussfolgert, dass zahlreiche Ansätze bestehen, im gegenwärtigen Umfeld von Risikoprämien im Fixed-Income-Bereich zu profitieren. Die Hinzunahme von externen Asset Managern ist jedoch ebenfalls mit Kosten und Risiken verbunden.


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