Alternative Assets: Wachstumsperspektiven 2020
Das Beratungsunternehmen PwC hat in einer Marktuntersuchung die langfristigen Perspektiven und erwarteten Entwicklungen für das Segment der alternativen Asset Manager untersucht. Bis zum Jahr 2020 wird im Basisszenario mit einem Anstieg der alternativen Assets, welche Private Equity, Real Assets und Hedgefonds umfassen, von 7,9 auf 13,6 Billionen US-Dollar gerechnet, was einer Wachstumsrate von 8,1 % entspricht. Im optimistischen Szenario könnten es sogar 15,3 Billionen US-Dollar sein. Besondere Wachstumstreiber sind die Regionen Südamerika, Asien, Afrika und der Mittlere Osten. Verantwortlich für dieses Wachstum sind vor allem drei Faktoren: Staatlich gewünschte Verschiebungen der Pensionsabsicherung in den privaten Bereich, der Anstieg an High Net Worth Individuals in den Emerging Markets sowie die Zunahme staatlicher Investoren. Dabei kommt den Asset Managern eine zentrale Rolle zu, unter anderem da Banken durch zunehmende Regulierung eingeschränkt sind und Asset Manager als Finanzierer für Infrastruktur und Immobilien, welche für die Urbanisierung essentiell sind, eine dominierende Rolle einnehmen werden. 
Quelle: pwc
Erwartungsgemäß wird die Asset-Management-Industrie auf diese Entwicklung reagieren, indem die Vertriebswege und Produkte an die spezifische Kundenklientel angepasst werden, etwa durch die Spezialisierung auf Staatsfonds oder Pensionseinrichtungen. Grundsätzlich stehen drei Strategien zur Auswahl: Entweder die Kapazitäten werden selbst aufgebaut, extern eingekauft, oder durch Zusammenarbeit mit Partnern erworben (Building, Buying or Borrowing). Dabei wird eine Polarisierung der Branche hin zu mehr Standardisierung einerseits und maßgefertigten Lösungen andererseits zu beobachten sein. Innerhalb der Firmen geht der Trend hin zu mehr Kosteneffizienz, etwa durch Outsourcing, verbessertes Risikomanagement sowie verstärktes data-informed decision-making. Letzteres wird es zudem vereinfachen, die Ressourcen der Asset Manager unternehmensintern effizienter zu allokieren. Bis zum Jahr 2020 wird sich der Schwerpunkt der Datenverarbeitung zur Unternehmenssteuerung von der Erhebung hin zu Analyse und Reporting weiterentwickeln.