Allokation in Alternative Investments der deutschen Versicherer
Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat kürzlich das "Jahrbuch 2008 der deutschen Versicherungswirtschaft" herausgegeben. Neben der allgemeinen Entwicklung der Versicherungswirtschaft in Deutschland, wird darin auf die Asset Allokation der deutschen Versicherungsunternehmen eingegangen. Es zeigt sich, dass die Lockerungen der Anlagevorschriften von den Versicherern genutzt werden, um auf Alternative Investments zuzugreifen. Allerdings ist der Portfolioanteil von alternativen Anlageklassen nach wie vor sehr gering.
Erhöht wurde die Mischungsquote bei Beteiligungen von 10% auf 15%. Der neue Spielraum soll laut dem Gesetzgeber Anreize in den Märkten erneuerbare Energien und Infrastruktur setzen. Des Weiteren werden Nachrangdarlehen, Genussrechte und Beteiligungen bei Kreditinstituten nicht mehr auf die Beteiligungsquote angerechnet. Bei den alternativen Anlagen ist es erstmals möglich, bis zu 5% des Portfolios in Rohstoffe zu investieren. Vorher war den Versicherern ein Exposure in Anlageklassen ohne einen festen Ertrag nicht möglich.
Laut Jahresbericht beträgt die Gesamtquote an Alternative Investments 3,3%. Davon entfallen 0,5% auf Private Equity, 0,5% auf Hedgefonds, 1,6% auf Asset Backed Securities und 0,7% auf High-Yield-Anleihen. Aufgrund der Ansprüche der Versicherer an Liquidität und konstante Erträge, verwundert der Schwerpunkt auf Fixed-Income-Strategien bei den Alternatives nicht.