13.03.2014 | Research

Aktives Management von Risk-Parity-Ansätzen

Risk-Parity-Strategien, die die Volatilität ins Zentrum des Investmentansatzes stellen, haben in den vergangenen Jahren spürbar an Popularität gewonnen. Im Frühling 2013 mussten zahlreiche Fonds jedoch herbe Wertverluste hinnehmen als die Anleihenmärkte nachgaben, wie auch Absolut Research analysiert hat. In einem neuen Strategiepapier untersucht nun Allianz Global Investors, wie sich der Risk-Parity-Ansatz dynamisch weiterentwickeln lässt, dessen Vorteile nach wie vor wenig umstritten sind. Schlüssel zum Anlageerfolg ist demnach ein aktives Allokations-Overlay, etwa durch einen an den Konjunkturzyklus angepassten Investitionsgrad.


Quelle: Allianz Global Investors

Durch die Hinzunahme eines Marktzyklusindikators, der etwa Trendfolgen berücksichtigt, können Asset-Klassen oder einzelne Sektoren gezielt über- oder untergewichtet werden, um eine bestimmte Zielvolatilität einzuhalten. Die Risikobeiträge der unterschiedlichen Asset-Klassen lassen sich so dynamischer steuern als mit traditionellen Risk-Parity-Ansätzen, indem Risiken in den Märkten mit negativem Ausblick aktiv reduziert werden. Insbesondere für Anleihen fließt so die langfristige Zins- bzw. makroökonomische Entwicklung mit ein.


Quelle: Allianz Global Investors

Im Vergleich zwischen 1970 und 2013 kommen Aktien auf eine Sharpe Ratio von 0,36, Staatsanleihen liegen bei 0,33 und Rohstoffe bei 0,28. Kombiniert im dynamischen Risk-Parity-Modell ergibt sich eine Sharpe Ratio von 0,73. Vor allem langfristig zeigt sich, dass Diversifikationseffekte mit einem kombinierten Risk-Parity-Ansatz besonders gut ausnutzen lassen.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Risk Parity"
zurück