17.03.2014 | Studie

Eigentümerstruktur des deutschen Mittelstandes

Die Cometis AG, Boutique für Investor Relations-Beratung und der Investor Relations-Advisor Ipreo Ltd. haben in einer gemeinsamen Studie die Eigentümerstruktur der in den Indizes MDAX, SDAX und TecDAX gelisteten Unternehmen analysiert. Dabei fokussiert sich die Studie auf die Herkunft der Investoren und die verfolgte Investment-Strategie. Sowohl beim MDAX als auch beim TecDAX sind die Streubesitzanteile mit rund 2/3 deutlich höher als beim SDAX, wo sich nur gut die Hälfte der Aktien im Streubesitz befindet.

Auffällig ist, dass im MDAX der Anteil der in der Hand von nordamerikanischen Investoren liegenden Papiere seit dem Jahr 2007 um 6 Prozentpunkte auf 37 % gesunken, gleichzeitig das absolute Engagement aber um 50 % auf 30,5 Mrd. US-Dollar gestiegen ist. Der deutsche Anteil stieg im gleichen Zeitraum von 15 % auf 18 %. Unter dem Aspekt der Anlagestrategie springt vor allem die Verdoppelung des Anteils der Index-Investoren ins Auge.


Quelle: Cometis, Ipreo (2014)

Anders als beim MDAX, wo alle Regionen ihr Engagement absolut erhöhten, sanken die nordamerikanischen Investments im SDAX seit 2007 um 36 %. Zwar machen Amerikaner noch immer die größte Gruppe der Investoren aus - sowohl absolut als auch relativ -, doch ist der Abstand deutlich gesunken. Die im Index enthaltenen Titel scheinen für institutionelle Langfristinvestoren an Attraktivität gewonnen zu haben, da die Strategien Value (+23 %) und Index (+68 %) ihre Anteile zulasten der Growth-Investoren ausbauten. Der TecDAX ist der einzige der betrachteten Indizes, der keine Reduzierung der nordamerikanischen Investments nach dem Ausbruch der Finanzkrise zu verzeichnen hatte. Prozentual steigerten die Deutschen ihr absolutes Engagement mit +31 % am geringsten, doch stellen sie unverändert die größte Investorengruppe. Auch beim TecDAX ist insbesondere die Zunahme der Index-Investoren mit +742 % auffällig.


Quelle: Cometis, Ipreo

Größter Einzelinvestor in den drei Indizes ist der Manager des norwegischen Ölfonds Norges Bank Investment Management (NBIM) mit rund 4,8 Mrd. US-Dollar, dahinter folgt die Deutsche Asset & Wealth Management mit gut 4 Mrd. US-Dollar.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
zurück