Aktienmanagement in Zeiten von Marktverlusten
Cambridge Associates haben in fünf kurzen Aufsätzen verschiedene Aspekte des Portfoliomanagements in Aktien-Bärenmärkten untersucht. In der ersten Analyse werden fünf Krisen aus der Vergangenheit untersucht. Der Autor weist auf die Gefahr kurzfristiger Erholungsrallyes hin, die dazu verleiten können, eine Trendumkehr zu früh zu erkennen und das Timing erschweren. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Tendenz zur Mean Reversion von Extrembewegungen hingewiesen – was zu Extremausschlägen in die andere Richtung und darauffolgenden Korrekturen führen kann. Der zweite Teil befasst sich mit der Sicherstellung der Liquidität. Investoren sollten in einer Szenarioanalyse untersuchen, welche Auswirkungen ein Ereignis wie die Finanzkrise auf die liquiden Assets hätte und ob diese hinreichend sind, um in einem solchen Falle den Liquiditätsbedarf zu erfüllen.

Quelle: Cambridge Associates, NBER, S&P, Thomson Reuters Datastream
Herausforderungen bei der Diversifikation sind das Thema des dritten Aufsatzes. In Stressphasen steigt die Korrelation vieler liquider Assets für gewöhnlich an. Hilfreich können Private Equity und manche Hedgefonds-Strategien wie Trendfolge sein oder aber klassische Safe-Haven Investments wie Gold und US-Staatsanleihen. Ein weiterer Aspekt, der berücksichtigt werden sollte, ist das Verhalten von Faktor-Exposures in Abwärtsszenarios. Im vierten Teil geht es um Behavioral Biases, die Anleger in solchen Phasen bedenken sollten, um durch solche Fehler nicht ihre Verluste zu erhöhen. Hierzu zählen die zu starke Fokussierung auf die kurzfristige Entwicklung und Verlustängste, die die Anleger eine sinnvolle strategische Allokation aus den Augen verlieren lassen.

Quelle: Cambridge Associates
Der letzte Aufsatz befasst sich mit der Krise als Chance bzw. Einstiegszeitpunkt und erörtert wie sich Kaufmöglichkeiten nutzen lassen. Hierzu werden die hierfür zur Verfügung stehenden Investment-Vehikel beleuchtet und der richtige Einstiegszeitpunkt diskutiert.
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