04.08.2014 | Studie

AIFMD-Umsetzung auch nach Deadline noch nicht abgeschlossen

Die Mehrheit alternativer Asset Manager hat die erforderlichen AIFM-Autorisierungen rechtzeitig zur Deadline am 22. Juni 2014 formell erfüllt, stellt eine Studie von BNY Mellon fest. Demnach haben 82 % der befragten Asset Manager die nötigen AIFM-Strukturen vor der Deadline umgesetzt. 44 % der Umfrageteilnehmer warten jedoch noch auf die Freigabe durch ihre nationale Aufsichtsbehörde. Am weitesten fortgeschritten ist demnach die Implementierung der geforderten Risiko- und Kontrollmechanismen. 69 % geben an, die nötigen Aktivitäten vor Ablaufen der Frist abgeschlossen zu haben. Weitere 23 % rechnen bis zum Jahresende mit einer Fertigstellung. Größte Baustelle ist die Umsetzung der geforderten Reporting-Strukturen. Immerhin 44 % haben die Auflagen vor der Deadline erfüllt. 39 % geben an, dies bis zum Jahresende zu erreichen. Weitere 8 % wollen im ersten Quartal 2015 die Implementierung abschließen.


Quelle: BNY Mellon

Die große Mehrheit der Befragten gibt an, durch die AIFM-Richtlinie höhere einmalige und laufende Kosten realisiert zu haben. Allerdings plant nur ein Teil der Asset Manager die Mehrkosten an Investoren umzuwälzen. 29 % geben an, dies nicht zu tun. Insbesondere kleine AIFs geben an, mindestens einen Teil der Kosten an Investoren weiterzugeben. Nichtsdestotrotz ist der Anteil der Manager, die einen negativen Einfluss der Richtlinie auf ihr Geschäft sehen, gering. Nur 16 % sehen sich durch die Auflagen benachteilt, insbesondere kleine AIFs. 39 % der Befragten hält die Auswirkungen von AIFMD auf ihr Unternehmen für gut oder sehr gut.


Quelle: BNY Mellon

Die Studie war die dritte ihrer Art, die BNY Mellon und FTI Consulting seit Anfang 2013 zur AIFMD-Umsetzung durchgeführt haben. 79 % der Umfrageteilnehmer waren Manager alternativer Investmentfonds mit Sitz in der EU. Weitere 13 % der Befragten waren Asset Manager außerhalb der EU, die alternative Investmentfonds in der EU aufgelegt haben.

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