05.08.2024 | Märkte

Zins- und Geopolitik verändern den Goldmarkt

Traditionelle Annahmen über den Goldpreis, insbesondere in Bezug auf steigende Realzinsen, gelten nicht mehr, denn anstatt von westlichen Investoren werden Zentralbanken und Schwellenländer zu den Hauptkäufern von Gold, analysiert ein umfangreicher Marktbericht von Incrementum. Diese Verschiebung wird als Folge grundlegender makroökonomischer und geopolitischer Veränderungen gesehen, wie dem wachsenden Einfluss nicht-westlicher Staaten und der Abkehr vom US-Dollar als alleiniger Weltreservewährung. Gold bleibt als sicherer Hafen in einem unsicheren geopolitischen Umfeld jedoch bedeutsam. Zudem wird auf die steigende Nachfrage nach Gold in Schwellenländern, besonders in China und Indien, eingegangen, die durch kulturelle Präferenzen und wirtschaftliche Unsicherheiten getrieben wird.

US-Dollar als Weltreservewährung

Quelle: Incrementum

Die Konkurrenz zwischen Gold und Bitcoin als alternative Wertaufbewahrungsmittel wird ebenfalls untersucht. Während Bitcoin als digitale Konkurrenz zu Gold gesehen wird, wird betont, dass beide als Absicherung gegen Inflation und finanzielle Unsicherheiten dienen können. Letztlich wird empfohlen, sowohl Gold als auch Bitcoin in Portfolios zu berücksichtigen, um von deren unterschiedlichen Eigenschaften zu profitieren.

Korrelation von Gold und Bitcoin

Quelle: Incrementum


Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds und ETFs mit Fokus auf Gold jeden Monat in der Publikationsreihe Absolut|ranking in der Kategorie Commodity. Insgesamt umfasst Absolut|ranking mehr als 15.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 36 Asset-Klassen, Marktsegmente sowie mehr als 200 Universen.

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