Portfoliooptimierung mit Prognosemodellen zu Sektorrenditen
Die Einbindung von Modellen zur Vorhersage von Sektorrenditen verbessert die taktische Asset-Allokation deutlich, zeigt ein Research Paper von Wolfgang Bessler von der Universität Hamburg und Dominik Wolff von der Frankfurt University of Applied Sciences. Die Autoren haben die Vorhersagbarkeit von US-Branchenrenditen auf Basis von fundamentalen, makroökonomischen und technischen Indikatoren untersucht und analysiert, ob dies die taktische Asset-Allokation verbessern kann. Annahme ist, dass unterschiedliche Risikofaktoren die Renditen der Sektoren bestimmen und dass diese folglich im Laufe des Konjunkturzyklus erheblich voneinander abweichen. Aus Sicht des Portfoliomanagements sollte sich die Performance verbessern, wenn in verschiedene Sektoren investiert und diversifiziert wird und wenn die Asset Allocation zwischen den Sektoren im Laufe der Zeit angepasst wird. Betrachtet wird der Zeitraum 1974 bis 2013.
Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass Prognosemodelle für Sektoren erheblich bessere Voraussagen treffen als die Verwendung historischer Durchschnitte. Zu den Einflussfaktoren gehören u.a. Dividendenrendite, KGV, Term Spread, Inflation, Arbeitslosigkeit und Momentum. Eine auf diesen prognostizierten Renditen basierende Asset-Allokation übertrifft nicht nur den Value-gewichteten Marktindex und das gleichgewichtete (1/N) Buy-and-Hold-Portfolio deutlich, sondern auch die auf historischen Durchschnittswerten basierende Vermögensallokation.

Quelle: Bessler, Wolff, 2024
Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern mit der monatlich erscheinenden Publikationsreihe Absolut|ranking. Insgesamt umfasst Absolut|ranking mehr als 15.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 36 Asset-Klassen, Marktsegmente sowie mehr als 200 Universen.