Währungsmanagement im Portfolio
Millennium Global hat einen umfangreichen Leitfaden zum Thema Währungsabsicherung erstellt. In mehreren Kapiteln behandeln die Autoren zunächst die Grundlagen der Währungsmärkte, darunter Volumina, Marktkonventionen, Bepreisung und das Verhalten von Währungen im Zeitverlauf. Im Folgenden werden verschiedene Hedging-Methoden vorgestellt und die jeweiligen Vor- und Nachteile beleuchtet, u.a. die Option, Währungsrisiken nicht abzusichern. Während FX-Risiken bei globalen Aktienportfolios einen Anteil von rund 20 % an den Gesamtrisiken haben, sind es bei einem Anleihenportfolio 90 %. Für diese Risiken ist ex-ante keine Prämie zu erwarten. Der umgekehrte Fall einer vollständigen Absicherung (Passive Hedge) geht mit anderen Hindernissen einher. Hierzu zählen das Management der Cash Flows aus den Absicherungsgeschäften, Opportunitätskosten und nicht zuletzt die vergebene Chance, mit Währungen das Portfolio weiter zu diversifizieren.

Quellen: Millennium Global, Bloomberg
Dynamisches Hedging verbessert die Cash Flows gegenüber dem passiven Hedge bei gleichzeitiger Vermeidung des vollen Währungsrisikos bei fehlender Absicherung. Als weitere Möglichkeit bietet sich ein aktives Währungs-Overlay an. Währungen eröffnen international investierten Anlegern nicht nur eine zusätzliche Risiko- sondern auch eine Renditequelle. Währungsmärkte sind üblicherweise unkorreliert zu den klassischen Assets, so dass sie sich als Diversifikationselement eignen. Ein aktives Währungs-Overlay kann als die Umwandlung des bestehenden FX Exposures in eine bevorzugte Währungsallokation betrachtet werden, die separat von der unterliegenden Asset-Allokation ist.

Quelle: Millennium Global
In weiteren Kapiteln betrachten die Autoren gesondert die Berücksichtigung von Emerging Market Exposures, die Bedeutung von Best Execution im Währungshandel und zuletzt praxisrelevante Aspekte des Währungsmanagements, also Onboarding, Implementierung und Überwachung.
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